Vier-Stufen-Prozess

Die LIP-Methodik

Unser Analyse-Framework ist auf die strukturelle Komplexität institutioneller Portfolios ausgerichtet. Jede Phase folgt einem akademisch fundierten und klar dokumentierten Vorgehen — reproduzierbar, unabhängig und frei von Interessenkonflikten.

Analytische & edukative Dienstleistung · Keine Anlageberatung gem. KWG
I

Datenerhebung & Dokumentenprüfung

Systematische Erfassung aller Depotdokumente, Produktinformationsblätter und Kostennachweise gemäß standardisiertem Erhebungsprotokoll.

II

Tiefenanalyse der Gebührenstruktur

Identifikation und Quantifizierung aller expliziten und impliziten Kostenebenen — inklusive versteckter Margen und Transaktionskosten.

III

Strategie-Roadmap & Effizienzreport

Erstellung eines schriftlichen Analyseberichts mit quantifizierten Kostennachteilen und einem strukturierten Wissensrahmen für fundierte Entscheidungen.

IV

Strategisches Coaching & Wissenstransfer

Strukturiertes Coaching zur Stärkung der Finanzkompetenz — damit Sie als Mandant auf Augenhöhe mit Ihrem Vermögensverwalter agieren können.

Phase I

Datenerhebung & Dokumentenprüfung

Jede valide Analyse beginnt mit einer vollständigen und methodisch geordneten Datenbasis. In Phase I erheben wir systematisch alle relevanten Unterlagen und schaffen die Grundlage für eine lückenlose Kostenrekonstruktion.

⏱ Dauer: 3–5 Werktage

Der Ausgangspunkt einer jeden Portfolio-Analyse ist die vollständige Rekonstruktion der bestehenden Kostenstruktur. Dies setzt voraus, dass alle relevanten Dokumente in einer geordneten, auswertbaren Form vorliegen. Unsere Erfahrung zeigt, dass selbst erfahrene Anleger häufig nicht über alle maßgeblichen Unterlagen verfügen — ein Umstand, der in der Intransparenz der Produktdokumentation begründet liegt.

Wir begleiten Sie durch einen strukturierten Dokumentations-Onboarding-Prozess, der klar definiert, welche Unterlagen für eine vollständige Analyse erforderlich sind. Sie erhalten von uns eine priorisierte Anforderungsliste, die nach Dringlichkeit und Analysegewicht geordnet ist.

Die Übermittlung erfolgt ausschließlich über verschlüsselte Kanäle. Sämtliche Daten werden DSGVO-konform verarbeitet, auf deutschen Servern gespeichert und nach Abschluss der Analyse datenschutzkonform gelöscht. Wir erhalten zu keinem Zeitpunkt Zugang zu Ihren Depotkonten.

„Die Qualität einer Portfolio-Analyse ist eine direkte Funktion der Vollständigkeit der zugrunde liegenden Dokumentation. Ein Audit, das auf lückenhaften Daten basiert, ist kein Audit — es ist eine Schätzung."

— LIP Invest, Methodisches Grundprinzip

Erforderliche Unterlagen

📄
Jährliche Depotauszüge (letzten 3 Jahre)
📋
Kostentransparenzberichte (MiFID II)
📊
Produktinformationsblätter (KIID/KID)
📑
Rahmenverträge mit Depot-/Verwalterbanken
📈
Performance-Reporting des Verwalters
💼
Vermögensverwaltungsvertrag (sofern vorhanden)

Deliverable aus Phase I

  • Vollständiges Dokumentenregister aller erfassten Positionen
  • Bestätigung der DSGVO-konformen Datenübernahme
  • Identifikation etwaiger Dokumentenlücken mit Handlungsempfehlung
  • Freigabe zur Gebührenanalyse (Phase II)
Phase II

Tiefenanalyse der Gebührenstruktur

Das Herzstück der LIP-Methodik: die schichtenweise Dekonstruktion aller Kostenebenen eines Portfolios. Explizite, implizite und strukturell verdeckte Gebühren werden identifiziert, quantifiziert und in ihrem langfristigen Ertragseinfluss modelliert.

⏱ Dauer: 5–10 Werktage

Die Gebührenstruktur institutioneller Portfolios ist in ihrer Komplexität mit einem Eisberg vergleichbar: Die sichtbare Verwaltungsgebühr bildet lediglich die Oberfläche. Darunter liegen — häufig regulatorisch korrekt, aber kommunikativ verschleiert — mehrere weitere Kostenschichten, die in ihrer Gesamtheit die reale Nettoperformance maßgeblich beeinflussen.

Unser Audit analysiert systematisch vier Kostendimensionen: die direkten Produktkosten (TER), die Verwaltungsebene (Management & Advisory Fees), die transaktionsbedingten Kosten (Spread, Courtage, FX-Marge) sowie regulatorisch tolerierte Rückvergütungsstrukturen (Vertriebsprovisionen, Bestandsprovisionen). Letztere sind seit MiFID II eingeschränkt, in bestimmten Produktkategorien und Vertriebsmodellen jedoch weiterhin legal und verbreitet.

Das Ergebnis dieser Analyse ist eine vollständige Total Cost of Ownership (TCO) Ihres Portfolios — ausgedrückt als Prozentsatz des verwalteten Vermögens sowie in absoluten Zahlen über einen definierten Anlagehorizont.

Kostenebene Typische Bandbreite Transparenz Sichtbarkeit
Verwaltungsgebühr (Management Fee) 0,8 – 2,0% p.a. Hoch Explizit im Vertrag
Total Expense Ratio (TER) 0,1 – 2,5% p.a. Mittel Im KIID ausgewiesen
Performance Fee 10 – 20% der Überrendite Mittel Vertraglich, selten erläutert
Transaktionskosten (Spread, Courtage) 0,05 – 0,5% p.a.* Niedrig Nur in Jahresberichten
Bestandsprovisionen (Kickbacks) 0,2 – 0,8% p.a. Niedrig Häufig nicht kommuniziert
FX-Konvertierungsmargen 0,1 – 0,3% p.a.* Niedrig Strukturell verborgen

* Schätzwerte auf Basis durchschnittlicher Handelsfrequenz. Individualwerte können erheblich abweichen.

Analyse-Framework

Vier-Schichten-Modell

Unser proprietäres Analyse-Framework betrachtet Portfoliokosten in vier hierarchischen Ebenen: Produktebene → Verwaltungsebene → Transaktionsebene → Distributionsebene. Nur die Kombination aller vier ergibt die wahre Total Cost of Ownership.

Bankenseitige Darstellung

  • Nur Verwaltungsgebühr kommuniziert
  • TER häufig separat und kleingdruckt
  • Transaktionskosten nicht gesondert ausgewiesen
  • Kickbacks strukturell verschleiert

LIP-Gesamtbild

  • Alle vier Kostenebenen vollständig erfasst
  • TCO in Prozent und absoluten Beträgen
  • Langfristige Ertragsminderung modelliert
  • Marktvergleich als Referenzgröße

Deliverable aus Phase II

  • Vollständige Gebührenlandkarte Ihres Portfolios (alle vier Ebenen)
  • TCO-Berechnung in % p.a. und absolut über 10/20 Jahre
  • Benchmark-Vergleich mit Marktdurchschnitt und Kostenführern
  • Identifikation der kostentreibenden Positionen
Phase III

Strategie-Roadmap & Effizienzreport

Die Analyseergebnisse werden in einem strukturierten, schriftlichen Report zusammengeführt. Dieser bildet die intellektuelle Grundlage für informierte Gespräche mit Ihrer Depotbank — und dokumentiert substanziell, was bislang im Verborgenen lag.

⏱ Dauer: 3–5 Werktage nach Phase II

Der LIP Effizienzreport ist das zentrale Analysedokument unserer Tätigkeit. Er fasst die Ergebnisse der Gebührenanalyse in einer mandantengerechten Sprache zusammen — wissenschaftlich präzise, ohne unnötige Fachterminologie, aber mit vollständig nachvollziehbarer Datenbasis.

Der Report ist explizit kein Handlungsauftrag und enthält keine Produktempfehlungen. Er ist ein Analyseinstrument: Er zeigt Ihnen, was Ihr Portfolio kostet, worin die Kostenquellen liegen und welches strukturelle Wissen Sie benötigen, um als informierter Auftraggeber gegenüber Ihrem Vermögensverwalter aufzutreten.

Kapitel 1 — Executive Summary

Zusammenfassung der zentralen Befunde auf zwei Seiten: TCO, Kostentreiber, Kernergebnis.

Kapitel 2 — Gebühren-Anatomie

Vollständige Kostentabelle je Position, TCO-Berechnung über definierten Zeithorizont.

Kapitel 3 — Benchmarking

Vergleich der identifizierten Kostenstruktur mit Marktdurchschnitt und Kostenoptima.

Kapitel 4 — Wissensbasis für Gespräche

Strukturierte Fragenliste für das Gespräch mit Ihrem Vermögensverwalter, basierend auf den Analysebefunden.

Kapitel 5 — Anhang & Rohdaten

Vollständige Quellenangaben, Berechnungsgrundlagen und Dokumentenregister zur Nachvollziehbarkeit.

Leitprinzipien des Reports

Reproduzierbarkeit

Jede Zahl im Report ist auf eine benannte Quelle zurückführbar — kein Schätzwert ohne Kennzeichnung.

Mandantenautonomie

Der Report befähigt zur Entscheidung, trifft sie aber nicht. Keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen.

Zeitliche Perspektive

Kosten werden stets über 10- und 20-Jahres-Horizonte modelliert — nicht nur als Jahresprozentsatz.

Vergleichsmaßstab

Kein Befund ohne Referenz. Jede Kostenposition wird gegen einen definierten Benchmark gesetzt.

Deliverable aus Phase III

  • Schriftlicher LIP Effizienzreport (PDF, 15–30 Seiten)
  • Interaktive Kostentabelle (Excel-Format, passwortgeschützt)
  • Mandantenspezifische Fragenliste für Bankgespräch
  • Präsentationsfolie Executive Summary (optional)
  • Keine Anlageempfehlungen. Der Report benennt Kosten, nicht Alternativen.
  • Keine Renditeprognosen. Zukünftige Erträge sind nicht Gegenstand unserer Analyse.
  • Keine Produktwerbung. Wir profitieren nicht von Ihren Entscheidungen nach der Analyse.
Phase IV

Strategisches Coaching & Wissenstransfer

Ein Analysebericht entfaltet seinen vollen Wert erst dann, wenn sein Inhalt von Ihnen vollständig verstanden und souverän kommuniziert werden kann. Phase IV überträgt das analytische Wissen in handlungsleitende Kompetenz.

⏱ Dauer: 2–4 Coaching-Sitzungen à 90 Minuten

Der Wissenstransfer ist die abschließende und zugleich nachhaltigste Phase der LIP-Methodik. Ihr Ziel ist keine kurzfristige Information, sondern eine dauerhafte Stärkung Ihrer Finanzkompetenz im Bereich der Gebührenstruktur und Portfolioeffizienz.

Das Coaching ist nicht darauf ausgerichtet, Ihnen zu sagen, was Sie tun sollen. Es versetzt Sie in die Lage, Ihren Vermögensverwalter auf der Grundlage fundierter Kenntnisse zu befragen, kritische Rückfragen zu formulieren und Antworten in ihrer Qualität beurteilen zu können.

Finanztechnische Grundlagen

Vertieftes Verständnis der analysierten Gebührentypen, ihrer regulatorischen Einbettung und ihrer mathematischen Wirkung auf die Portfolio-Performance über Zeit.

Gesprächsvorbereitung

Strukturierte Vorbereitung auf das Gespräch mit Ihrem Vermögensverwalter: Priorisierte Fragenliste, erwartbare Gegenargumente und sachgerechte Erwiderungen.

Regulatorisches Rahmen­wissen

Überblick über die relevanten Offenlegungspflichten (MiFID II, PRIIPs-Verordnung) und das, was Ihr Verwalter Ihnen gegenüber ausweisen muss — und was er häufig nicht proaktiv kommuniziert.

„Wissen ist der einzige Vermögenswert, den Ihnen Ihr Vermögensverwalter nicht verwalten kann. Unser Coaching überträgt genau dieses Wissen."

— LIP Invest, Coaching-Philosophie

Coaching-Format

Individuell. Strukturiert. Dokumentiert.

Jede Sitzung folgt einem vorbereiteten Agenda-Dokument, das auf Ihrem individuellen Analysebericht basiert. Sitzungen finden per gesicherter Videokonferenz oder in Präsenz am Standort Grünwald statt. Alle Inhalte werden nachgehalten und Ihnen als schriftliches Protokoll zugestellt.

Sitzungsstruktur

  • Sitzung 1: Vertiefung des Effizienzreports — alle Befunde werden gemeinsam durchgearbeitet und offene Fragen beantwortet.
  • Sitzung 2: Finanztechnisches Fundament — TER, Kostenmodelle, Benchmarking-Methodik und Inflationsbereinigung als Wissensgrundlage.
  • Sitzung 3: Gesprächssimulation — Rollenbasierte Übung des Bankgesprächs auf Grundlage realer Befunde aus Ihrem Report.
  • Sitzung 4 (opt.): Nachbereitung des Bankgesprächs — gemeinsame Auswertung der Antworten Ihres Verwalters.

Deliverable aus Phase IV

  • Vollständiges Coaching-Protokoll aller Sitzungen
  • Priorisierter Fragenkatalog für das Bankgespräch
  • Regulatorisches Merkblatt: Ihre Rechte nach MiFID II
  • Zugang zu LIP Wissens-Datenbank (6 Monate)
Wissenschaftliche Grundlage

Die analytischen Prinzipien der LIP-Methodik

Jede Phase unseres Prozesses folgt einem übergeordneten methodischen Rahmen, der wissenschaftliche Strenge mit mandantenorientierter Klarheit verbindet.

Prinzip 1

Vollständigkeit vor Selektivität

Eine partielle Analyse produziert ein falsches Gesamtbild. Unser Prozess schließt erst dann, wenn alle identifizierbaren Kostenquellen erfasst sind — keine Vereinfachung auf Kosten der analytischen Integrität.

Prinzip 2

Zeitliche Skalierung

Gebühren entfalten ihre volle Wirkung nicht im Jahresquerschnitt, sondern über Jahrzehnte des Zinseszinseffekts. Alle Kostenaussagen werden daher in 10- und 20-Jahres-Projektionen ausgewiesen.

Prinzip 3

Quellenbasierte Objektivität

Jede Berechnung ist an eine belegbare, benannte Quelle gebunden. Unsere Analysen enthalten keine Schätzwerte ohne explizite Kennzeichnung und keine Annahmen ohne dokumentierte Grundlage.

Prinzip 4

Interessenkonfliktsfreiheit

Unsere Befunde sind nicht durch Provisionen, Produktaffinitäten oder institutionelle Abhängigkeiten beeinflusst. Die Analyse ist identisch, unabhängig davon, welche Empfehlung für uns ökonomisch günstiger wäre.

Prinzip 5

Mandantenautonomie

Wir erzeugen Wissen, keine Abhängigkeit. Der Mandant soll nach Abschluss unserer Tätigkeit in der Lage sein, ähnliche Analysen eigenständig zu beurteilen — nicht auf unsere Folgebetreuung angewiesen sein.

Prinzip 6

DSGVO-Integrität

Datenschutz ist kein Compliance-Merkposten, sondern Bestandteil unserer Werthaltung. Personenbezogene Daten werden ausschließlich zweckgebunden erhoben und nach vertraglich definierter Frist gelöscht.

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